eine unvorstellbare sehnsucht nach frieden

„Eine unvorstellbare Sehnsucht nach Frieden“

 

Diese Ausstellung wurde von den Geschichtsleistungskursen der 11. Klassen der St. Johannis-Schule Bremen (Schuljahr 2024/25) erarbeitet. Sie basiert auf dem umfangreichen Feldpostbriefwechsel der Bremer Familie Lefmann, der mit rund 440 Schriftstücken eine der größten zusammenhängenden Sammlungen persönlicher Kriegszeugnisse aus dem Ersten Weltkrieg darstellt.

Im Zentrum steht Paul Lefmann (1893–1929) – Pianist, Chorleiter und Musiklehrer, der von 1915 bis 1918 in verschiedenen Funktionen in den besetzten Gebieten der Champagne und der Ardennen eingesetzt war. Während dieser Zeit pflegte er einen intensiven Briefkontakt mit Verwandten und Freunden in Bremen, der ein vielstimmiges Bild jener Jahre zwischen Front und Heimat vermittelt.

Der Titel der Ausstellung stammt aus einem seiner Briefe vom August 1915 – zu einem Zeitpunkt, als der Krieg noch über drei Jahre andauern sollte. Seine Worte geben nicht nur Einblick in die äußere Wirklichkeit des Krieges, sondern spiegeln auch eine innere Wirklichkeit, die über militärische Abläufe hinausgeht: Angst, Entfremdung, Hoffnung, Menschlichkeit – und eine tiefe Sehnsucht nach Frieden.

Uns ist bewusst, dass das Deutsche Reich durch seinen Angriffskrieg unermessliches Leid über Europa brachte, insbesondere über Frankreich und Belgien. Der persönliche Blick auf einen einzelnen Soldaten soll keine Rechtfertigung, sondern eine Einladung zur Annäherung und Reflexion sein: Was bleibt vom Menschsein im Krieg? „Eine unvorstellbare Sehnsucht nach Frieden“

 

 

Ein Raum der Begegnung

 

Diese Ausstellung versteht sich nicht als Chronik des Krieges, sondern als Ort der Begegnung:

  • zwischen Vergangenheit und Gegenwart,

  • zwischen den Stimmen von damals und unserem Hören heute,

  • zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich.

Gerade heute, in einer Zeit, in der der Frieden in Europa wieder fragil erscheint, erinnert uns Paul Lefmanns Satz – „eine unvorstellbare Sehnsucht nach Frieden“ – an das, was Menschen trennt, aber auch daran, was uns verbindet.


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Didaktisches Material – „Eine unvorstellbare Sehnsucht nach Frieden“
Eine unvorstellbare Sehnsucht nach Fried
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